Prompts für den Vertrieb: zwanzig Vorlagen für den Alltag
Gute Prompts für den Vertrieb sind kurz, konkret und wiederverwendbar. In diesem Beitrag finden Sie zwanzig Vorlagen für den Alltag, geordnet nach fünf Aufgaben. Ersetzen Sie die Angaben in eckigen Klammern durch Ihre eigenen und speichern Sie, was funktioniert.
Ein Prompt ist ein Arbeitsauftrag. Er wird besser, wenn er vier Dinge nennt: Rolle, Material, Aufgabe und Form des Ergebnisses. Geben Sie nur Daten ein, die Ihr Unternehmen für das jeweilige Werkzeug freigegeben hat. Die Regeln dazu stehen im Beitrag Kundendaten und KI. Und prüfen Sie jedes Ergebnis, bevor es zum Kunden geht.
Prompts für den Vertrieb: Vorbereitung
Vor dem Termin zählt Tempo. Diese Vorlagen verdichten vorhandenes Material und liefern Fragen, mit denen Sie beim Geschäft des Kunden beginnen und nicht beim eigenen Produkt.
- „Fasse die Notizen zu [Kunde] auf einer halben Seite zusammen: Lage, offene Punkte, Zusagen. Material: [Notizen].“
- „Nenne fünf Fragen für mein Gespräch mit [Rolle] bei [Kunde], geordnet nach SPIN: Situation, Problem, Auswirkung, Nutzen.“
- „Welche drei Einwände sind bei [Angebot] für [Branche] zu erwarten? Schlage je eine Rückfrage vor.“
- „Erstelle aus diesem Text eine Liste der Personen bei [Kunde] mit Rolle und Interesse: [Text].“
Nachbereitung
Am besten direkt nach dem Gespräch, solange alles frisch ist. Sprechen Sie Ihre Eindrücke ein und lassen Sie die Ordnung erledigen.
- „Ordne mein Diktat in fünf Felder: Teilnehmer, Themen, Chancen, Zusagen mit Datum, nächster Schritt. Diktat: [Text].“
- „Liste alle Zusagen aus diesen Notizen auf, getrennt nach uns und [Kunde]: [Notizen].“
- „Prüfe diese Notizen nach MEDDIC. Welche der sechs Punkte fehlen noch? [Notizen].“
- „Formuliere aus den Notizen einen CRM-Eintrag in höchstens fünf Sätzen: [Notizen].“
Geben Sie immer Empfänger, Anlass und gewünschte Länge an. Dann klingt der Entwurf nach Ihnen und nicht nach Werbung.
- „Schreibe eine Follow-up-Mail an [Name] nach unserem Termin am [Datum]. Inhalt: [Stichpunkte]. Ton: sachlich, höchstens 120 Wörter.“
- „Kürze diese E-Mail auf die Hälfte und stelle die Bitte an den Anfang: [Entwurf].“
- „Schreibe drei Betreffzeilen für eine Mail an [Rolle] zum Thema [Thema], ohne Werbesprache.“
- „Formuliere eine höfliche Erinnerung an [Name] zum offenen Angebot vom [Datum], mit einer konkreten Frage am Ende.“
Angebot
Preise, Mengen und Bedingungen kommen aus Ihren Systemen und nie aus dem Sprachmodell. Die Vorlagen helfen bei Sprache und Aufbau.
- „Schreibe eine Einleitung für das Angebot an [Kunde]. Beginne mit seinem Ziel: [Ziel]. Höchstens fünf Sätze.“
- „Übersetze diese Leistungsmerkmale in Nutzen für [Rolle] bei [Kunde]: [Liste].“
- „Prüfe diesen Angebotstext auf unklare Zusagen und Fachbegriffe ohne Erklärung: [Text].“
- „Fasse das Angebot für die Geschäftsführung von [Kunde] in sechs Zeilen zusammen: [Text].“
Training
Üben Sie in kurzen Einheiten, zum Beispiel zehn Minuten vor einem wichtigen Termin.
- „Spiele den Einkäufer von [Kunde] aus [Branche]. Fordere einen Nachlass. Bleibe hart, bis ich nach dem Grund frage.“
- „Bewerte meine Antwort auf den Einwand [Einwand]. Was war gut, was fehlt? Antwort: [Text].“
- „Stelle mir zehn Fragen zu [Produkt], wie sie ein kritischer Kunde stellt, eine nach der anderen.“
- „Zeige mir an diesem Gesprächsprotokoll, wo ich über Preis statt über Wert gesprochen habe: [Protokoll].“
Die Vorlagen für das Training ersetzen kein Coaching. Sie machen aber Üben jederzeit möglich. Mehr dazu im Beitrag Vertriebstraining mit KI-Rollenspielen.
Häufige Fragen
Muss ich die Vorlagen wörtlich übernehmen? Nein. Passen Sie Ton, Länge und Felder an Ihr Team an. Wichtig ist, dass Material und gewünschte Form immer genannt werden.
Wann lohnt sich ein Agent statt einzelner Prompts? Wenn Sie denselben Prompt jeden Tag mit denselben Quellen ausführen. Dann holt ein Agent das Material selbst und liefert das Ergebnis ohne Handarbeit. Freigeben muss weiterhin ein Mensch.
Fazit
Zwanzig Vorlagen sind ein Anfang und kein System. Der Nutzen entsteht, wenn Ihr Team drei oder vier davon täglich verwendet und die gewonnene Zeit in Kundengespräche fließt. Ihr nächster Schritt: Wählen Sie je Aufgabe eine Vorlage aus, testen Sie sie eine Woche lang und legen Sie die besten in einer gemeinsamen Sammlung ab. Wie viel Zeit das bringt, schätzen Sie mit dem Zeitgewinn-Rechner.